Festgefahrene Denkstrukturen waren noch nie meine Art. Schon zu Schulzeiten habe ich vieles hinterfragt, was bisher und für andere als selbstverständlich galt. Diese leidenschaftliche Neugierde habe ich mir bis heute erhalten. Sie hat dazu geführt, schließlich auch mein eigenes Leben in Frage zu stellen. Mich nicht mit bequemen Antworten zu begnügen, sondern nach neuen Lösungen zu suchen. Zugegeben, das war und ist oft gar nicht so einfach. Man muss sich schon gezielt darum bemühen, um eine andere Perspektive zu gewinnen. Das ist mitunter anstrengend und emotional aufwühlend. Doch es bringt mich jeden Tag ein Stück näher zu mir. Zu meinem inneren Frieden. Zu meiner Selbstliebe.


Nur selten ist die erstbeste Lösung auch die beste. Betrachten wir die Sache doch einmal mit etwas Abstand.



Jede Veränderung erfordert Mut und Vertrauen, vor allem in sich selbst. Ohne Veränderung gibt es keine Entwicklung, schon gar keine positive. Als ich Mutter geworden bin, wurden mir erstmals Alternativen zu meinem schulmedizinischen Background aufgezeigt. Sie haben mich gelehrt, auf meine innere Stimme zu hören. Mir selbst als Mutter und vor allem meinen Kindern zu vertrauen, dass wir Herausforderungen aus eigener Kraft überwinden können. Gerade auch dann, wenn es um Erkrankungen geht. Ich habe schlussendlich einen neuen Weg in der Aus- und Weiterbildung eingeschlagen. Ursprünglich für mich und meine Familie. Mittlerweile sehe ich es aber als meine Lebensaufgabe, Menschen, die in schwierigen Situationen feststecken, wieder auf Kurs zu bringen: indem ich ihnen helfe, ihren Mut, ihr Selbstvertrauen und schließlich sich selbst zu finden.